Ausbilden mit System

 

Traumberuf Pflege in der gespag auch für Ältere realisierbar

Die gespag bietet eine Vielfalt an Ausbildungen in der Pflege und schafft somit die Möglichkeit Berufsträume wahr werden zu lassen. Für jene, die sich verspätet entschließen, Pflege zu ihrem Traumberuf zu machen, erleichtert die gespag durch einen gestaffelten Schulbeginn den Einstieg in die Ausbildung.

„Wer rastet, der rostet“, besagt ein altes Sprichwort und so ist es heute zunehmend gefragt, im reiferen Alter noch einmal neue Wege zu gehen. Die Gesundheits- und Krankenpflege bietet hier hervorragende Möglichkeiten, Interessierten, die in einem nicht mehr ganz jugendlichen Alter sind, einen Zugang zum Beruf zu schaffen. Für Berufs- Um-, Neu- und WiedereinsteigerInnen ist der Zutritt zur Berufsausbildung in jedem Alter möglich.

Ein neuer Beruf wenn man schon älter ist?

„Tatsächlich drängen viele, die sich einen Jugendwunsch erfüllen wollen, der damals oft aus familiären Gründen nicht erfüllbar war, in die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung. Auch aus der zunehmend größer werdenden Schar von Zivildienstleistenden rekrutieren sich immer mehr männliche Ausbildungsteilnehmer“, so Dagmar Einschwanger, Direktorin der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Gmunden. „Oftmals ist der Zivildienst der erste Kontakt mit dem Pflegeberuf, und viele entschließen sich daraufhin zu einem Berufsumstieg.“

Lebenserfahrung - Vorteile in Ausbildung und Beruf

Gerade in der Gesundheits- und Krankenpflege haben ältere BerufseinsteigerInnen durch eine gehörige Portion Lebenserfahrung mannigfaltige Vorteile. „Viele von ihnen haben schon Familie und nicht selten pflegebedürftige Angehörige betreut. Abgesehen von ihrem persönlichen Kontakt mit pflegerischen Aufgaben sind ältere AusbildungsteilnehmerInnen belastbarer und oft stressresistenter als ihre jüngeren KollegInnen“, weiß Dir. Einschwanger. Auch für Dir. Heide Jackel, Schuldirektorin in Kirchdorf, wirkt sich eine unterschiedliche Altersstruktur der AusbildungsteilnehmerInnen positiv auf den Klassenverband und das Leistungsniveau aus. „Unsere Späteinsteiger besitzen den Blick fürs Wesentliche und können theoretische und praktische Ausbildungsinhalte aufgrund ihrer Lebenserfahrung besser vernetzen“, sagt Maria Kaltenbrunner, Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege in Gmunden. Gleichzeitig kommt auch von den Praktikumsstellen das Feedback, dass ältere SchülerInnen eine höhere Sozial- und Selbstkompetenz besitzen.

Realistisches Bild machen

Bei all den Vorteilen, die ein reiferes Lebensalter für Ausbildung und Beruf mit sich bringt, soll ein realistischer Blick nicht ausgeklammert werden. Viel Zeit muss investiert werden und Familie sowie persönliche Freiräume müssen drei Jahre lang hintan stehen. „Managementqualitäten sind hier gefragt, wenn Familie, Beruf und Ausbildung unter einen Hut zu bringen sind“, berichtet Birgit Heinrich, Schülerin im zweiten Ausbildungsjahr an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Gmunden, die sich zu einem Berufsumstieg entschlossen hat. „Aber die große Mühe lohnt sich in jedem Fall. Es ist ein Beruf mit Zukunftsaussichten und stellt für mich Herausforderung und nicht Überforderung dar.“ Mit der persönlichen Fähigkeit einer gesunden Abgrenzung, Zielstrebigkeit, Konsequenz beim Lernen und nicht zuletzt Unterstützung durch die Familie ist auch eine derart anspruchsvolle Ausbildung möglich.
Auch wenn sie die „20-er“ schon etwas überschritten haben sollten.

Wenn Ihr Interesse jetzt geweckt ist, nehmen Sie Kontakt mit einer der gespag-Schulen auf!

Bewerbungszeit:

1. Oktober bis 5. Dezember 2008 an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege Gmunden und Kirchdorf

Birgit Heinrich mit einem Schüler des 1. Jahrganges
Birgit Heinrich begann mit 36 die Ausbildung zur Dipl. Gesundheits-
und Krankenschwester. Jetzt ist sie im 2. Ausbildungsjahr
und stellt hier gemeinsam mit einem Schüler des 1. Jahrganges ein
orthopädisches Trainingsgerät ein.